Ev.-Luth. Kirchengemeinde Methler

Gottesdienst unterwegs! Am 20.06.20 ging es ab 15 Uhr vom Bodelschwingh-Haus los. Ein Stationen-Gottesdienst erwartete die Gemeinde. Vorbereitet wurde dieser von den Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gruppe von Pfarrerin Mann und Friederike Fass. In kleinen Gruppen und mit entsprechender Route und Hinweisen zu den Stationen ausgestattet, machten sich die kleinen und großen, ganz jungen und etwas älteren Gottesdienstbesucher und Besucherinnen auf den Weg. 

Von Station zu Station konnte die Gemeinde etwas über den Aufbau eines Gottesdienstes erfahren. So hießen die Stationen auch VOTUM - EINGANGSPSALM - EINGANGSGEBET - LIEDER - GLORIA - KYRIE und GNADENZUSAGE - PREDIGT - FÜRBITTEN  - SEGEN. 

Es waren Stationen, die aber nicht nur informierten, sondern auch zum Mitmachen, Mit- und Nachdenken anregten. Bereits zu Beginn beim Votum erhielten die Radler eine personalisierte Kerze. Wir feiern den Gottesdienst im Namen des Vaters, des Sohnes und des Hl.Geistes. 

Beim Eingangspsalm war dann Textsicherheit gefragt. Der HERR ist mein Hirte. Ein vertrauter Psalm, aber Bilder dazu  puzzeln war dann doch gar nicht so leicht. Mit den Gedanken an die Psalmzeilen "mir wird nichts mangeln", "er weidet mich auf  einer grünen Aue", ging es durch die grünen Felder von Methler weiter zur nächsten Station. 

Das Eingangsgebet ist wie eine Garderobe, in der ich meine Sorgen und alles was belastet abgeben darf. Wieder eine Mitmachaktion, in der die Teilnehmer mit ihren  mitgebrachten Kulis Belastendes aufschreiben durften. Spätestens JETZT war man im Gottesdienst angekommen. Ein passender Ort  dort an der Seseke für diese Station. 
Mit einem persönlichen "Sorgenhalter" (einer Wäscheklammer) ausgestattet, ging es weiter. Gerne weiteten wir den Weg noch etwas aus, bevor wir in Westick an der "Liedstation" ankamen. Gemeinsam singen war natürlich nicht erlaubt, aber wir trafen eine Auswahl unserer Lieblingslieder aus den Gottesdiensten. Die Auswahl reichte von traditionell bis ganz modern. Mal schauen, wann wir die wieder gemeinsam singen dürfen. 

Die Tour führte weiter durch die Felder. Der Himmel blau mit kleinen Wölkchen. Es hätte nicht schöner sein können. In meinem Kopf  die Lieder, für die ich grade abgestimmt hatte.  "Bewahre uns Gott" - "Jesus in my house"" - "Da wohnt ein Sehnen" - "Aufstehen, aufeinander zugehen" - "Komm Herr segne uns". 

An der nächsten Station ging es um das Gloria. Das  ist der Lobgesang der Engel. Wir wurden erinnert, dass wir Gott immer wieder loben dürfen und so ein Teil des Engelschores sind. Zur Erinnerung gab es einen kleinen Drahtengel. Eine schöne Erinnerung!

Mit dem Drahtengel ging es dann auf dem Drahtesel weiter zum Paul Gerhardt Haus. Die Konfis  erklärten dort, dass wir unsere Schuld abgeben dürfen. Jesus hat sie für uns mit ans Kreuz genommen. Was für eine Gnade - Gott vergibt uns unsere Schuld. Jeden Tag - immer wieder! Es dauerte etwas bis meine auf Papier gezeichnete Hand ausgeschnitten, beschriftet und dann symbolisch am Kreuz befestigt war. Mit großer Ernsthaftigkeit begleiten uns auch auch an dieser Station die Jugendlichen. Die nächste Gruppe wartete mit Abstand und geduldig.  

Nun ging es zur Station mit der Predigt. Was erwartet uns dort? Eine Predigt wäre doch kaum umsetzbar. Statt zu darüber zu grübeln, plauderten wir zwischen den Stationen über Gott und die Welt. Am Bürgerhaus angekommen, durften wir Gottesdienstbesucher im Predigtteil  "Wünsch Dir was..." spielen. Wann wird eine Predigt gut für mich? Das war leicht! Ein buntes Wortbild entstand - ja Erwartungen an eine Predigt sind "bunt" und vielfältig. Und manchmal ist eine Predigt auch wie eine harte Nuss. Symbolisch gab es dafür eine Nuss mit auf den Weg! 

Am Wasserspielplatz entstand dann ein Netz aus Fürbitten. Das Schreiben auf Stoffstreifen hatte hohen Aufforderungscharakter auch für einige Besucher des Spielplatzes. Sie knüpften an dem Netz mit - in der Fürbitte mit Gott und anderen Menschen verbunden. 

Und zum Schluss eines Gottesdienstes darf natürlich nicht der Segen fehlen. Wie sich das angebotene Glitzerpulver überall verteilt, so darf auch Gottes Segen sich überall in mir und um mich herum verteilen. In unserer Gruppe sprachen wir uns den Segen gegenseitig zu - ein wunderschöner Abschluss eines sehr gelungenen "Gottesdienstes on tour".

Danke an die Konfirmandinnen und Konfirmanden, die das vorbereitet und mitgewirkt haben. Ihr habt Menschen bewegt und Euch als junge Christinnen und Christen gezeigt. Danke Pfarrerin Mann und F. Fass für die Begleitung. Und Danke an die am Gottesdienst teilnehmende, radfahrende Gemeinde, die dieser Gottesdienst bewegt hat.